Geschichte

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Die Anfänge des regelmäßigen Flugverkehrs in Bratislava und Umgebung sind mit dem ersten Flug der Tschechoslowakischen Airlines von Prag nach Bratislava am 29.Oktober 1923 verbunden, als der Doppeldecker AERO A-14 in Vajnory mit einem Fluggast an Bord gelandet ist. Weil es schon in der Nachkriegszeit offensichtlich war, dass die Nähe des Gebirges Kleine Karpaten einen einschränkenden Faktor für die Entwicklung des Flugverkehrs am Flughafen Vajnory  darstellen wird, hat im Jahr 1946 der Aufbau des größten slowakischen Flughafens im Katastergebiet der Gemeinde Ivanka pri Dunaji angefangen. In diesem Jahr hat die Geschichte des heutigen Flughafens M. R. Štefánika angefangen.

In der  I. Aufbauetappe des Flughafens sind die Startbahn 04 – 22 und die auf sie rechtwinklig zulaufende Startbahn 13 -31 gebaut worden, welche bis heute den Flugzeugen die Landung in Bratislava unter fast jeden Witterungsbedingungen ermöglichen. Auf dem nur 9 km nordöstlich vom Zentrum der Hauptstadt entfernten  Flughafen hat der regelmäßige Flugverkehr schon im Jahr 1951 angefangen. Sowohl der sich schnell ändernde Flugzeugpark, die steigenden Anforderungen an  die Personen- und Güterbeförderung als auch die Sicherheitsanlagen am Boden haben kontinuierliche Investitionen erforderlich gemacht. Während der II. Aufbauetappe sind das Abflugterminal für die Fluggäste mit dem entsprechenden Bereich vor dem Terminal und einem neuem Straßensystem, der zentrale Kesselraum und eine zusätzliche Energieanlage für die Trafostation aufgebaut worden.  Gleichzeitig ist die Abfertigungsfläche erweitert worden und es sind neue Räume für den Bedarf  der Flugstaffel des Innenministeriums errichtet worden. In den achtziger Jahren sind im Rahmen einer kompletten Sanierung des Startbahnsystems die Bahn 04 – 22 auf die Länge von 2900 m (von ursprünglichen 1900 m) und die Bahn 13 – 31 auf die Länge von 3190 m (von ursprünglichen 1500 m) verlängert worden. Das Ziel der III. Aufbauetappe des Flughafens in den neunziger Jahren war es,  beim Abflug und der Ankunft die Ströme von Fluggästen voneinander zu trennen. Deswegen wurde im Jahr 1994 das Ankunftsterminal angebaut.

Die Flughafenentwicklung hat sich auch in den folgenden Jahren fortgesetzt. Im Jahr 1995 ist auf der Kreuzung der Rollbahnen eine  neue Feuerwache errichtet worden, was die Umklassifizierung des Flughafens Bratislava von der Kategorie 6 in die Kategorie 7 bewirkt hat,  welche die Landung von Großraumflugzeugen ermöglicht. Zwei Jahre später ist die Sanierung des Beleuchtungs- und Sicherheitssystems der Rollbahn 13 – 31 beendet worden. Zu einem Bestandteil des Flughafens sind die neuen Flugtreibstofflager und die vom Bahnhof Podunajské Biskupice führende Anschlussbahn  geworden.  Im Jahr 1998 ist ein neuer Kontrollturm in Betrieb gesetzt worden, welcher gegenwärtig der Flughafenbetriebsgesellschaft (LPS SR, š.p.) gehört.

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Einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Flughafens stellt die Umwandlung der Beitragsorganisation Slowakische Flughafenverwaltung (Slovenská správa letísk) auf die Aktiengesellschaft Flughafen M. R. Štefánika – Airport Bratislava (BTS) am  5.Mai 2004 dar. In demselben Jahr ist das Projekt des Aufbaus eines phytosanitären Zentrums umgesetzt worden. Nach dem Beitritt der Slowakei zur Europäischen Union hat der Flughafen  die mit seinem zukünftigen Beitritt zum  Schengen-Luftraum zusammenhängenden Kriterien zu erfüllen begonnen. Als einer der ersten Schritte ist die Anforderung an die  Trennung der Sicherheitskontrolle der Flugzeugbesatzung von der Sicherheitskontrolle der Fluggäste durchgeführt worden. Die Sicherheitskontrolle der Flugzeugbesatzung ist  in das  neue Objekt des Terminals der allgemeinen Luftfahrt – G.A.T. verlagert worden. Der Anbau der Ankunftshalle - des Terminals C, welches heute ausschließlich für die Fluggäste ohne notwendige Eintrittspasskontrolle bestimmt ist, stellte eine bedeutende Investition dar.

Ein wichtiger Moment in der Geschichte des Flughafens war der September 2006, als die slowakische Regierung  von dem Privatisierungsvertrag mit dem Konsortium TwoOne wegen Nichterfüllung der Privatisierungsbedingungen zurückgetreten war.

In den Jahren 2007 und 2008 gipfelten die Vorbereitungen des Flughafens Bratislava für den Beitritt zum Schengen-Luftraum. Weiter sind folgende Änderungen umgesetzt worden: Errichtung des Backoffice für die Mitarbeiter des Polizeikorps, welche die Erstbeobachtung am Flughafen durchführen im Ankunftsterminal B, Aufbau der Sicherheitskontrolle für die Transitfluggäste und die Verlagerung der Passkontrolle-Schalter zwischen die Abflugterminals. Das Abflugterminal ist in zwei Teile getrennt worden - Teil A, welcher seit dem offiziellen Beitritt des Flughafens zu dem Schengen-Luftraum für Fluggäste bestimmt ist, welche in die Länder im Schengen-Raum ohne erforderliche Reisepasskontrolle fliegen,  und Teil B für diejenigen Fluggäste, welche außerhalb des Schengen-Raumes fliegen.   Im Jahr 2007 haben die von der nichtöffentlichen Seite eingebauten Einstiegsbrücken die Gesamtgestaltung des Abfertigungsgebäudes verändert. Der Prozess des Beitritts zum Schengen-Luftraum ist im Jahr 2008 abgeschlossen worden.

Der Aufbau des neuen Terminals, welcher im  Jahr 2012 beendet werden soll, stellte das tragende Projekt  in den Jahren 2009 und 2010 dar. Er stellt bezüglich der Strategie, der Kapazität und der Investitionen das wichtigste Projekt im Bereich des Zivilflugwesens in der Slowakei der letzten Jahrzehnte dar. Der Aufbau wurde vom Anfang an in zwei Etappen geteilt und er erfolgt bei vollem Betrieb des Flughafens. In der ersten Etappe wurde der Abflugterminal aufgebaut. Der Terminal ist  in 16 Monaten intensiver Arbeit fertig gebaut und am 9.Juni 2010 feierlich eröffnet worden. Am Ende des Jahres haben die sukzessiven Abbrucharbeiten des ursprünglichen Abflugterminals begonnen. An dieser Stelle soll im Verlauf der nächsten zwei Jahre der zweite Teil des neuen Abfertigungsgebäudes entstehen.