Projektgeschichte
Das Projekt des Aufbaus und der Sanierung des Terminals für die Fluggäste, welches am 16. Dezember 2008 mit dem feierlichen Spatenstich angefangen hat, hat mehrere Jahre Vorbereitung gekostet.
Das ursprüngliche Abflugterminal ist im Jahr 1970 aufgebaut worden, wobei der erste Entwurf seiner Erweiterung schon vom Jahr 1976 stammt.
Die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft hat sich jedoch mit diesem Thema erst im Jahr 2003 tatsächlich befasst, und zwar erst nach dem Anfang einer massiven Entwicklung des Flugverkehrs in der Slowakei, als die Anzahl der Fluggäste sprunghaft zugenommen hat. Im Jahr 2004 ist ein Projekt ausgearbeitet worden, welches heute in wesentlich geänderter Version umgesetzt wird.

Am Umbruch der Jahre 2004/2005 sind jedoch die Ausgangsparameter des Projektes wesentlich geändert worden. Nach dem EU-Beitritt der Slowakischen Republik sind die Vorbereitungen des Landes für den Beitritt zum Schengen-Raum eingeleitet worden, aus welchem neue Anforderungen an die Trennung der Ströme von Fluggästen aus Schengen-Raum und außerhalb des Schengen-Raumes beim Abflug und bei der Ankunft hervorgegangen waren.
Deswegen sind am Flughafen die Projekte, vor allem das Projekt der Modernisierung der Abflughalle, bei Seite gelegt und das Augenmerk auf den möglichst schnellen Aufbau der Infrastruktur in der Übereinstimmung mit den Schengen-Kriterien gerichtet worden.
Es handelte sich vor allem um den Aufbau der Ankunftshalle C (Inbetriebnahme im Juni 2006), durch welche die Trennung der Fluggäste bei der Ankunft sichergestellt wurde. Gleichzeitig sind Baumaßnahmen zwecks der Verlagerung der Grenzkontrolle so vorgeschlagen worden, dass ab dem Zeitpunkt der offiziellen Öffnung der Luftgrenzen auch in der Abflughalle ein Bereich ohne erforderliche Reisepasskontrolle für die im Rahmen des Schengen-Raumes reisenden Fluggäste und ein Bereich mit erforderlicher Reisepasskontrolle für die außerhalb des Schengen-Raumes reisenden Fluggäste entsteht.
Im Zuge der Umsetzung der notwendigen Baumaßnahmen bezüglich des Beitritts der SR zum Schengener Abkommen, sind auch die Raumgestaltungsänderungen durchgeführt worden, welche die Durchlasskapazität des Gebäudes pro Stunde erhöht haben, und damit in maximalem möglichen Maß zum höheren Komfort der ständig steigenden Anzahl an beförderten Fluggästen in der Übergangsperiode beigetragen haben, bis die komplette Sanierung des Gebäudes fertig gestellt ist.

Außer der für die Erfüllung der Schengenkriterien notwendigen Maßnahmen hat die geplante Privatisierung des Flughafens, welche im Umbruch der Jahre 2005/2006 gipfelte, die Überlegungen über die Gesamtsanierung und Modernisierung des Terminals für die Fluggäste wesentlich beeinflusst. Ursprünglich sollte die eventuelle Investition in die Modernisierung des Gebäudes der neue strategische Partner tätigen, deshalb sind im Jahr 2005 die Arbeiten am Projekt eingestellt worden.
Nach dem Beschluss der Regierung der SR, im September 2006 vom Privatisierungsvertrag wegen Nichterfüllung der Privatisierungsbedingungen zurück zu treten, ist ein neues Management der Flughafengesellschaft mit der Aufgabe betraut worden, einen strategischen Plan der Weiterentwicklung des Flughafens vorzubereiten.
Im Rahmen dieses Plans sind Investitionsprioritäten definiert worden, wobei die Sanierung und Erweiterung des Terminals für Fluggäste aus Zeit- und Kapazitätsgründen vorrangig war. Im Vergleich mit der letzten Projektversion aus dem Jahr 2004 besteht die wesentlichste Änderung in dem Bedarf nicht nur zu modernisieren, sondern vor allem das Gebäude des Terminals zu erweitern. Wobei der Flughafen im Jahr 2004 weniger als 1 Million Fluggäste bedient hat, im Jahr 2006 waren es schon 2 Millionen. Dadurch ist die durch die Baumaßnahmen auf 2 – 2,5 Millionen Fluggäste pro Jahr erhöhte Gesamtjahreskapazität des Gebäudes fast erreicht worden, wobei die Durchlässigkeit pro Stunde in den Sommermonaten die geplanten Erwartungen mehrmals übertroffen hat. Während des Jahres 2007 sind die ursprünglichen Projekte überprüft und in eine neue Version überarbeitet worden, welche zwei Entwicklungsalternativen beinhaltete. Eine der Alternativen stellte die Erweiterung des Gebäudes in Richtung Terminal der allgemeinen Luftfahrt, und die zweite Alternative die Errichtung eines ganz neuen Gebäudes auf der grünen Wiese in Richtung Kontrollturm entlang der Abfahrtsstraße dar. Der Aktionär das Ministerium für Verkehr, Post und Fernmeldewesen der SR hat diese zwei Alternativen der Erweiterung des Terminals für Fluggäste der Regierung der SR zur Beurteilung vorgelegt. Die Regierung hat im Januar 2008 beschlossen, dass in der ersten Etappe die Erweiterung und Sanierung des Abflugterminals in Richtung des ehemaligen Busstiegs genügen wird und in der zweiten Etappe, soweit es durch den Verkehrszuwachs erforderlich sein wird, die Erweiterung des Flughafens in Richtung Kontrollturm fort zu setzen sein wird. (mehr: www.vlada.gov.sk.)
Seit dem angeführten Beschluss der Regierung der SR über die Strategie der weiteren Entwicklung des Flughafens Bratislava sind die Arbeiten an der Planungsdokumentation zur 1.Aufbauetappe maximal intensiviert worden. Das aus Architekten der Gesellschaft AGA Letiště, s. r. o., langjährigen Mitarbeitern und Experten des Flughafens Bratislava und externen Beratern zusammengesetzte Team hat 4,5 Monate die Planungsdokumentation für die Baugenehmigung vorbereitet. Diese ist am 15.6.2008 eingereicht worden, wobei das Baugenehmigungsverfahren am 12.12.2008 abgeschlossen wurde, als der Flughafengesellschaft die Baugenehmigung erteilt worden ist.
Endversion des Projektes:

Was bringt die Sanierung?
- Der Flughafen wird ein modernes Abfluggebäude mit einer Nutzfläche von 43 613 m2 bekommen.
- Die gesamte Jahreskapazität des Terminalkomplexes wird 5 Millionen Fluggäste betragen.
- Die maximale Durchlässigkeit der Terminals pro Stunde wird seitens des Abflugs und der Ankunft 1500 Fluggäste betragen.
